HALTUNG EINNEHMEN


Eine Frage der Haltung

Wenn sich Organisationen damit befassen, Veränderungsprozesse in Gang zu bringen oder eigentlich bereits vorhandene Konzeptionen neu zu beleben, wird oft über Philosophien, Visionen und Methoden gesprochen.

Während eine Philosophie - nehmen wir eine bestimmte Beratungs- oder Führungsphilosophie - den groben strategischen Rahmen auf ein Thema bildet, sind konkrete Methoden und Vorgehensweisen das operative Ergebnis daraus. Soweit grob die Theorie. 

In solchen Prozessen trifft man, so meine Erfahrung, immer wieder auf die eigentliche Haltung von Menschen zu einem bestimmten Thema. Eine innere Haltung ist im Wesentlichen geprägt von bereits gemachten Erfahrungen und damit verbundenen Emotionen. Sie ist also oft vergangenheitsbezogen. Doch finden Philosophien und Visionen nicht in der Zukunft statt? Wie kann das mit einer vergangenheitsbezogenen Haltung funktionieren?

Eine innere Haltung bildet nach meinem Verständnis die Brücke zwischen strategischer Zielrichtung und operativer Maßnahme. Ist diese Brücke marode, wackelig oder gar zerstört, werden Strategien und Philosophien niemals operativ erlebbar werden.

 

Der ehrliche Dialog

Daher ist es - will man mit bestimmten Projekten oder Maßnahmen Wirkung erzielen - unabdingbar, mit den Menschen über Haltung zu sprechen, zu reflektieren und mit Blick nach vorn neu zu gestalten. Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen: 

Ich darf regelmäßig Unternehmen dabei begleiten, Beratungskonzepte und -strategien ins Erleben von KundInnen zu bringen. Gleiches gilt für Führungsleitlinien und -philosophien. Oft steht zu Beginn einer solchen Maßnahme die Annahme, Seminare und Trainings seien das richtige Instrument. Doch weit gefehlt. Der ehrliche Dialog über bereits gemachte Erfahrungen, Praxiserleben und damit verbundene Emotion ist zu Beginn Grundvoraussetzung dafür, für die Zukunft Neues gestalten oder Altes neu beleben zu können. Die Haltung auf das Thema. 

Aus HALTung wird VerHALTen

Erst dadurch lässt sich eine Haltung neu entwickeln und gestalten - und das geht nicht von heute auf morgen. Denn sie ist - wie beschrieben - die Summe aus gemachten Erfahrungen gepaart mit Erleben und und Emotion. Dadurch kann sie wachsen und sich manifestieren. Und so wird aus HALTung irgendwann VerHALTen. Wie kann dieser Schritt gelingen?

 

ErHALTen, was Nutzen und Mehrwerte bringt.

EinHALTen, was besprochen und vereinbart wurde.

AusHALTen, wenn es Zweifel oder Gegenwind gibt.

NachHALTen, wenn ein Thema einzuschlafen droht.

DurchHALTen, denn Verhaltensänderung braucht Zeit.

 

Ich hoffe, mein Impuls kann Sie dazu ermutigen, wieder mehr über Haltung zu sprechen: Sie ehrlich zu reflektieren, zu diskutieren und im Ergebnis vorwärts gerichtet im Verhalten erlebbar zu machen. Dafür wünsche ich Ihnen viel RückHALT und wenig VorbeHALT.

 

Ihr/Dein

 

Sören Flimm



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